Tresore als Einbruchschutz

Es ist die Kerneigenschaft eines jeden Tresors: Der Schutz gegen unerwünschte Eindringlinge. Je länger der Tresor Widerstand leisten kann, desto näher kommt er seiner Bestimmung. Äußerlich ist der Schutzwert des Tresors jedoch nicht zu erkennen. Er hängt einzig von der im Schrank befindlichen Palette an Sicherheitsmaßnahmen ab:

Nur die Plakette eines zertifizierten Instituts kann eine rechtskräftige Aussage über die Einbruchssicherheit des Tresors oder Wertschranks machen. Je höher die Buchstaben- bzw. Zahlenkennung beim Einbruchsschutz ist, desto höher ist der Widerstand gegen ungewünschte Eindringlinge.

Die Einbruchsicherheit jedes Tresors wird mit der Europa-Norm (EN) erfasst. Die Europa-Norm hat in den vergangenen Jahren für eine weit reichende Neudefinierung im Bereich der Sicherheitstechnologie gesorgt. Nur nach EN 45001 speziell akkreditierte Prüflabore dürfen Qualitätszertifikate für Tresore und Sicherheitsschränke ausstellen. Der Lieferant ist verpflichtet, die Qualität des gelieferten Produktes nachweisen zu können.

Der Einbruchschutz wird nach EN 1143-1 erfasst und reicht von Grad 0 bis Grad V. Je höher der Kennwert ist, desto höher ist die Versicherungsobergrenze.

 

Tabelle zur Orientierung der möglichen Werteinlagen:

Europa-Norm

Gewerblicher Bereich

Privater Bereich

Grad 0

bis 10.000 Euro

bis 40.000 Euro

Grad I

EN 1

bis 20.000 Euro

bis 65.000 Euro

Grad II

EN 2

bis 50.000 Euro

bis 100.000 Euro

Grad III

EN 3

bis 100.000 Euro

bis 200.000 Euro

Grad IV

EN 4

bis 150.000 Euro

bis 400.000 Euro

Grad V

EN 5

bis 250.000 Euro

Nach Abstimmung

Grad VI

EN 6

bis 375.000 Euro

Nach Abstimmung


Wenn der Tresor oder Wertschutzschrank an eine zertifizierte Einbruchmeldeanlage angeschlossen ist, verdoppelt sich die Versicherungsobergrenze jeweils. Tresore mit einem Eigengewicht unter 1.000 Kilogramm sollten zudem sachgerecht verankert werden.

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